Freitag, 16.01.2026

Goya und Dalí im künstlerischen Dialog: Ausstellung im Schaezlerpalais bis 22. Februar 2026 verlängert

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Die Sonderausstellung im Schaezlerpalais mit grafischen Zyklen von Francisco de Goya und Salvador Dalí wird um vier Wochen bis zum 22. Februar 2026 verlängert. Gezeigt werden 39 Paarungen von Blättern der beiden Künstler sowie ein Einzelblatt von Dalí. Ziel der Präsentation ist es, die Werke Goyas und Dalís in einen direkten formalen und inhaltlichen Dialog zu stellen.

Konzept der Ausstellung

Im Mittelpunkt stehen Goyas gesellschaftskritische Blätter aus Los Caprichos und Dalís groß angelegte Rezeption dieses Zyklus. Die Ausstellung ordnet jeweils einzelne Blätter paarweise und lotet so mögliche Bezüge und Deutungen zwischen den beiden Folgewerken aus. Kuratorische Texte verweisen auf die ironische Grundhaltung, die bereits im Ausstellungsnamen Seht wie würdevoll! mitschwingt.

Historischer Hintergrund und künstlerische Verarbeitung

Goyas Los Caprichos entstand zwischen 1793 und 1799 und umfasst ursprünglich 80 Blätter. Historisch gelten diese Grafiken als scharfe Gesellschaftssatire und als ein Wegbereiter moderner Bildpraxis. Wegen der politischen und religiösen Spannungen seiner Zeit brachte Goya die Blätter nur begrenzt in den Handel und setzte den Druck aus Angst vor Repressalien frühzeitig aus.

Fast zwei Jahrhunderte später übertrug Salvador Dalí die Folge zwischen 1973 und 1977 mittels Heliogravüre in seine eigene Bildsprache und verarbeitete Goyas Motive in surrealer Manier. Die Ausstellung zeigt, wie Dalí Goyas Ironie aufnahm und in eine andere ästhetische und thematische Dimension führte.

Leihgaben, Förderung und Besuchsinformationen

Die gezeigten Grafiken stammen aus der Sammlung der Fundación Museo de Artes do Gravado á Estampa Dixital aus Nordspanien. Unterstützt wird die Schau durch die Stadtsparkasse Augsburg und die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung. Laut Veranstalter finden an den Wochenenden Turnusführungen statt. Im Pressetext werden sowohl 15 Uhr als auch 14 Uhr als Beginnzeit genannt; Treffpunkt ist die Museumskasse. Die Teilnahme ist nach Angaben der Ausstellung nur mit Entrichtung des regulären Eintritts möglich.

Weitere Informationen hat das Museum auf kmaugsburg.de/meistergrafik bereitgestellt.

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