Die Stadt Augsburg hat für die Vorrunde der Fußball Weltmeisterschaft 2026 eine befristete Ausnahme für öffentliche Übertragungen im Freien beschlossen. Gaststätten dürfen Spiele im Außenbereich bis 24 Uhr zeigen, wenn sie eine Genehmigung erhalten und dafür sorgen, dass ihre Außenflächen spätestens um 24 Uhr geräumt sind. Die Entscheidung soll den Wunsch nach gemeinsamen Fußballerlebnissen mit dem Schutz der Anwohnenden ausbalancieren.
Regelung und Genehmigungsverfahren
Die Erlaubnis gilt nur befristet für die Vorrunde des Turniers. Betreiberinnen und Betreiber, die Spiele im Außenbereich zeigen möchten, müssen einen formlosen Antrag stellen. Die Stadt trifft für jede Anfrage eine Einzelfallentscheidung und kann Auflagen erteilen. Verantwortlich für die Einhaltung der Räumungsfrist bis 24 Uhr sind die Veranstaltenden selbst.
Rechtsgrundlage und Ziel der Ausnahme
Die Maßnahme beruht auf einer Verordnung des Bundes, die den Lärmschutz bei öffentlichen Freiluftübertragungen während der Fußball Weltmeisterschaft 2026 zeitlich begrenzt lockert. Die Stadt betont, dass die Ausnahmeregelung einen verlässlichen Rahmen schaffen soll, gleichzeitig aber die Interessen der Anwohnenden zu berücksichtigen seien. Umwelt und Ordnungsreferent Frank Pintsch verwies darauf, dass die Weltmeisterschaft ein Ereignis sei, das viele Menschen gemeinsam erleben möchten, und dass ein rücksichtsvoller Umgang Voraussetzung für ein gutes Miteinander in der Stadt sei.
Nachbarschaft und Zeitliche Einordnung
Die Stadt appelliert an Veranstaltende und Besucherinnen und Besucher, insbesondere in den späten Abend und Nachtstunden auf die Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA statt. Aufgrund der Zeitverschiebung werden viele Partien in Deutschland zu Zeiten zwischen 22 Uhr und 6 Uhr übertragen, weshalb die Ausnahmeregelung zunächst auf die Vorrunde beschränkt wurde.
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