Donnerstag, 11.06.2026

Augsburg macht queeres Leben sichtbar: Stadt und Partner starten Veranstaltungsreihe im Juni

Empfohlen

Die Stadt Augsburg startet am 13. Juni eine crossmediale Veranstaltungsreihe, die bis zum 19. Juli queeres Leben im städtischen Raum in den Blick rücken soll. Träger sind die Kommune gemeinsam mit kirchlichen, sozialen und zivilgesellschaftlichen Partnern. Auftakt bildet eine Fotoausstellung, weitere Programmpunkte reichen von Lesungen über Fachworkshops bis zu Stadtführungen.

Kooperation von Kommune, Kirche und Zivilgesellschaft

An dem Projekt beteiligen sich unter anderem die Queersensible Pastoral des Bistums Augsburg, die Moritzkirche Cityseelsorge, das Evangelische Forum Annahof und die AWO Schwubis. Die städtische Gleichstellungsstelle hat die Reihe mitkonzipiert. Nach Auffassung von Oberbürgermeister Dr. Florian Freund gehört Vielfalt zum Selbstverständnis der Stadt und sichtbar zu machen sei eine gemeinsame Aufgabe der Stadtgesellschaft. Er betonte, dass das gemeinsame Engagement von Kommune, Kirche und Zivilgesellschaft ein Zeichen für Zusammenhalt und Respekt im Alltag setze.

Martina Ziegler von der Gleichstellungsstelle erklärte, Sichtbarkeit und Teilhabe entstünden dort, wo Barrieren abgebaut würden und unterschiedliche Akteurinnen und Akteure an einem Strang zögen. Heike Krebs, städtische Gleichstellungsbeauftragte, rief die Bevölkerung dazu auf, die Räume für Begegnung und neuen Dialog zu nutzen.

Vielfältiges Programm für Öffentlichkeit und Fachkräfte

Die Veranstaltungsreihe ist multimedial angelegt. Ausgangspunkt ist die Fotoausstellung Gut.Katholisch.Queer. der Initiative OutInChurch im Evangelischen Forum Annahof. Zu den angekündigten Programmpunkten gehören ein ökumenischer CSD Gottesdienst am 13. Juni in St. Anna mit anschließender Vernissage, Lesungen, eine Stadtführung zu historischen Spuren queerer Geschichte sowie eine längere Fotoausstellung in der Mühle Dreizehn.

Für Fachkräfte richtet sich insbesondere der Workshop Liebe ist halal. Islam und Queer, den die Gleichstellungsstelle am 18. Juni anbietet. Das Angebot zielt darauf ab, pädagogischen Fachkräften Handlungssicherheit für einen diskriminierungssensiblen Umgang mit vielfältigen muslimischen Lebensrealitäten zu vermitteln. Weitere Formate sind ein Live Podcast, Community Treffs und eine Autorenlesung.

Anmeldung und Zugänglichkeit

Für ausgewählte Veranstaltungen ist eine Online Anmeldung erforderlich. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die Reihe Begegnungsräume schaffen und Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ermöglichen soll. Die Beteiligten beschreiben das Projekt als Beitrag zu mehr Offenheit und Respekt im Alltag.

Ausgewählte Termine

Zu den angekündigten Terminen zählen: 13. Juni ökumenischer CSD Gottesdienst und Vernissage der OutInChurch Ausstellung, 18. Juni Fachkräfteworkshop Liebe ist halal sowie eine Lesung zum Sammelband Liebe ist halal, 24. Juni Lesung Ich bin, wie Gott mich schuf, 28. Juni Stadtführung Queer und sichtbar, 1. Juli bis 31. Juli Fotoausstellung Leben. Lieben. Sichtbar sein, 6. Juli Live Podcast Queer Voices, 8. Juli offener Community Treff und 15. Juli Abschlussprojekt SichtBar im Garten Eden.

Quelle anzeigen

label

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelle Nachrichten